Die Anfänge der Deutschen Volkspartei 1918–1920

Die Arbeit Hartensteins ist ein historischer und politologischer Beitrag zur Geschichte der Deutschen Volkspartei und ihres Führers Gustav Stresemann: einer Partei, die zunächst in erbitterter Opposition zur Weimarer Republik stand, und eines Politikers, der nur widerstrebend in diese Republik hineinwuchs. Die Analyse umfaßt den Zeitraum von der Novemberrevolution bis zu den Reichstagswahlen vom Juni 1920. Die Untersuchung stützt sich auf bisher unveröffentlichtes Material aus dem »Nachlaß« des späteren Reichskanzlers und Außenministers: jener reichhaltigen Sammlung von Briefen, Notizen, Entwürfen und Protokollen, die zu einer der wichtigsten Quellen der frühen Weimarer Zeit geworden ist. Der Stresemann-Nachlaß gestattet es, ein differenziertes Bild von der Genesis der DVP und ihrer Selbstbehauptung gegenüber Demokraten und Deutschnationalen zu zeichnen. An mehreren Beispielen wird das Ineinander von propagandistisch-taktischen und programmatisch-ideologischen Bemühungen in den ersten zwanzig Monaten der Republik demonstriert. Eingehend ist die umstrittene Rolle der DVP beim Kapp-Putsch dargestellt. Die Arbeit verdeutlicht nicht nur die Organisationsstruktur und soziologische Basis der Partei; sie illustriert die besondere Stellung Stresemanns als Parteiführer und Parlamentarier und gibt dem Bild dieses Politikers schärfere Konturen.

Von
Reihe
Beiträge zur Geschichte des Parlamentarismus u. der politischen Parteien, Bd. 22
Erscheinungsjahr
Sprache
Deutsch
Seiten
299
Format
Leinen mit Schutzumschlag