Das Problem der Kontinuität in der deutschen Revolution. Die Politik der Staatssekretäre und der militärischen Führung vom November 1918 bis Februar 1919

Welche politischen Kräfte bestimmten die deutsche Politik in den spannungsreichen Monaten November 1918 bis Februar 1919? Um diese Frage möglichst exakt zu beantworten, konzentriert der Verfasser seinen Blick die Spitze des Reiches. Nacheinander werden die verschiedenen Reichsämter daraufhin untersucht, welche Funktionen sie auf Grund der Aktivität der jeweiligen Staatssekretäre und leitenden Militärs im Regierungsapparat der Revolutionszeit ausübten. Umfangreiches, bisher noch nicht ausgewertetes Quellenmaterial liegt dieser Analyse zugrunde.

Die Leiter der obersten Zentralbehörden amtierten nach dem 9. November weiter, obwohl sie bis auf drei Ausnahmen keine Sozialdemokraten waren. Und sie mühten sich mit Erfolg, die Kontinuität zur deutschen Vergangenheit nicht abreißen zu lassen. So konnten sie die Verwirklichung sozialistischer Programmpunkte der Vorkriegszeit in weite Ferne rücken. Das wird erst verständlich, wenn man die Haltung der durch die Revolution zur Macht gekommenen Volksbeauftragten zu dem umrissenen Personenkreis beleuchtet. Die Volksbeauftragten hatten keine eigene revolutionäre Konzeption, dafür aber unter dem Zwang der Katastrophensituation um so mehr Hochachtung vor dem Sachverstand der Fachleute und Furcht vor dem Weitertreiben der Revolution. Durch die Berücksichtigung dieser Faktoren wachsen die Einzelanalysen zu einem aufschlußreichen Gesamtbild der von der Reichszentrale Berlin aus gesteuerten innenpolitischen Entwicklung der Revolutionszeit zusammen.

Von
Reihe
Beiträge zur Geschichte des Parlamentarismus u. der politischen Parteien, Bd. 31
Erscheinungsjahr
Sprache
Deutsch
Seiten
194
Format
Leinen mit Schutzumschlag
Preis
19,40 €
ISBN-10
3-7700-5045-2