Gemeinsamer Workshop mit dem IfZ »Parteiendemokratie in der Krise?«

Alle Fotos © Institut für Zeitgeschichte München-Berlin

Am Institut für Zeitgeschichte (IfZ) in München fand vom 21. bis 22. November 2019 der in Kooperation mit der KGParl und dem GraduateCenter der Ludwig-Maximilians-Universität München veranstaltete Workshop »Parteiendemokratie in der Krise? Politische Parteien und Bewegungen im gesellschaftlichen Wandel (1970 bis heute)« statt. Marie-Luise Recker, Bettina Tüffers und Carsten Deitmer nahmen für die KGParl an der Veranstaltung teil.

Angesichts des Aufstiegs populistischer Bewegungen, der Wahlerfolge rechter Parteien und der abnehmenden Bindekraft klassischer Volksparteien ist seit geraumer Zeit von einer »Krise der Parteiendemokratie« oder gar einer »Krise der Repräsentation« die Rede.

Ausgehend von dieser Diagnose diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops in vier Panels über den Wandel politischer Steuerungsansprüche ab Mitte der 1970er Jahre, die Bedeutung von gesellschaftlicher Pluralisierung und »Wertewandel« für die Volksparteien, die Folgen von friedlicher Revolution und Wiedervereinigung für die deutsche Parteienlandschaft und die Herausforderungen durch Populismus und die Frage nach »nationaler Identität«. Zur Debatte stand außerdem, wie eine moderne Parteiengeschichtsschreibung aussehen kann, die über die traditionelle Organisationsgeschichte hinausgeht und beispielsweise auch sozioökonomische, kulturelle und mediale Aspekte einbezieht.

Teil des Workshops war ein öffentlicher Abendvortrag von Silke Mende, Stellvertretende Direktorin des Centre Marc Bloch, mit dem Titel »Krise der Parteiendemokratie – Krise der Repräsentation? Zeithistorische Schlaglichter auf eine (nicht nur) aktuelle Debatte«.